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Unser Route mit ASANA im April/Mai 2011

Do 26.05.2011: Insel Port-Cros – Cavalaire-sur-Mer

 

8. Segeltag (14,2 sm): Ab morgen Nacht ist Starkwind aus Westen bis Nordwesten vorausgesagt. Aus diesem Grund entscheiden wir uns, schweren Herzens, diese wunderschöne, aber für starken Mistral ungenügend geschützte Bucht in Port-Cros zu verlassen und den sicheren Hafen von Cavalaire anzusteuern. Weil Lina eine Zahnplombe verloren hat, hoffen wir, in Cavalaire auch einen Zahnarzt zu finden! Wir erleben einen Segeltag, wie er im Buche steht! Klarer, blauer Himmel, dunkelblaues Wasser und ab und zu eine kleine, weisse Schaumkrone, die glitzert. ASANA freut sich offensichtlich auch. Sie neigt sich leicht zur Seite und zeigt ihre Stärke, indem sie bei 2 - 3 Windstärken mit 5 bis 6 Knoten hoch am Wind lautlos durch die kleinen Wellen kreuzt! So macht Segeln wirklich grossen Spass! Plötzlich springt ein Delphin aus dem Wasser! So schnell wie er aufgetaucht ist, verschwindet er wieder. Unterwegs legen wir bei abflauendem Wind zwei Verpflegungs- und Badepausen ein. Lina sieht plötzlich die Schwanzflosse eines Pottwals im Meer abtauchen! Bis ich hinschaue ist er verschwunden! Leider lässt er sich nicht mehr blicken. Beim Kap von Cavalaire melde ich uns per Funk bei der Capitainerie an. Kurz vor dem Anlegemanöver im Hafen frischt der Wind ausgerechnet mehr auf, was das Anlegemanöver am „Quai d’Accueil“ etwas erschwert. Der freundliche Hafenmeister hilft uns dabei und weist uns, nachdem wir die Anmeldeformalitäten erledigt haben, einen freien Platz im Hafen zu. Wir bezahlen die Hafengebühr bis am nächsten Dienstag und wechseln zum Platz 1716, wo zwei Helfer unsere Taue beim Anlegemanöver übernehmen. Mittels Spinnakerfall und Winch (Winde) basteln wir uns einen Kran, mit dessen Hilfe wir die schwere Mooringkette (Grundkette) zum Belegen am Bug heben und spannen können. Die Antigua hat bereits den zugewiesenen Platz am Gästesteg bezogen. (Toni)

 

 

Di 24.05.2011: Insel Porquerolles – Insel Port-Cros

 

7. Segeltag (11,3 sm): Nachdem wir Vorräte eingekauft, den 240 Liter-Frischwassertank gefüllt; Schiff, Ausrüstung und Motor kontrolliert haben, laufen wir gegen Mittag aus und setzen bei leichtem Wind die Segel. Eine Stunde später kommt es uns vor wie auf dem Zürichsee: Flaute und flaches Wasser! Wir erfrischen uns bei einem Schwumm im Meer und mit dem von Lina vorbereiteten Picknick. Eine Stunde später können wir bei Windstärke 1 -2 wieder Segel setzen, doch der Spass dauert nicht lange und der nächste Badehalt ist angesagt! Im Stundenrhythmus setzt der Wind heute ein und aus! Kurz vor der Insel Port-Cros geniessen wir nochmals ein Bad im tiefblauen, 25 Grad warmen Wasser. Schliesslich machen wir an einer Boje in der Bucht vor der kleinen, entzückenden Ortschaft Port-Cros fest. An einer Nachbar-Boje liegt bereit die Antigua von Ernst und Silvia. (Toni)

 

 

Mi 11.05.2011: Sanary-sur-Mer – Insel Porquerolles

 

6. Segeltag (26,3 sm): aus dem Logbuch von ASANA:

10:55 h Wetter: sonnig, Baro 1022 hP, 23˚, Wind 1-2 Bft aus W, Motor anstellen.

11:10 h: ablegen und auslaufen unter Motor, Kurs 223˚.

11:40 h: Segel setzen bei der Ile du Grand Rouveau, Motor abstellen, Wind 2-3 Bft aus W.

12:00 h Westquadrant Magnon gerundet, neuer Kurs 120˚.

13:00 h: Standort 43˚1,2’ N und 5˚52,7’ E, neuer Kurs 110˚, Wind 3-4 Bft, in den Böen und achterlichen Wellen laufen wir regelmässig mit 7 – 9 Knoten! (siehe Video)

14:00 h: soeben eine Dufour 365 überholt und stehen gelassen! Halsemanöver, neuer Kurs 30˚. Wir kreuzen vor dem Wind.

14:35 h: Standort 43˚0,1’ N und 6˚5,4’ E, Wind 4 - 5 Bft., statt reffen, bergen wir das Grosssegel, weil wir bald am Ziel sind und vor allem langsamer segeln wollen, um Zeit für das Betrachten der Landschaft zwischen der Presqu’Il de Giens und der Insel Porquerolles zu haben. Bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit 6 Kn!

14:45 h:. Kuh-Wende bei 43˚1,2 N und 6˚6,3’ E, neuer Kurs 100˚.

15:30 h: Motor anstellen und Segel bergen vor der Ankerbucht Plage d’Argent auf der Insel Porquerolles; Kurs zum Ankerplatz 190˚.

16:00 h: Anker hält bei Standort 43˚ 0,3’ N und 6˚ 11,3’ E auf 3,2 m Wassertiefe. Wir legen zur Sicherheit 25 m Ankerkette und stellen den Motor ab.

Wir erleben die erste Nacht vor Anker in diesem Jahr und mit ASANA auf dem Meer! Bei ruhigen Verhältnissen schlafen wir wunderbar! (Toni)

 

 

So 08.05.2011: Port Miou (Cassis) – Sanary-sur-Mer

 

5. Segeltag (15,4 sm): Es schaukelt nach wie vor verrückt! Nach dem Konsultieren des Wetterberichtes für heute und die nächsten Tage, beschliessen wir spontan, heute noch den Port Miou bei Cassis zu verlassen und Sanary-sur-Mer anzusteuern. Das Ablegemanöver ab Boje gelingt trotz rechtem Schwell tadellos. Draussen im Meer ist kein Wind vorhanden, nur Dünung von ca. einem halben Meter! Also weiter mit Motor, gestützt durch das gesetzte Gross-Segel, vorbei an den eindrücklichen Felsformationen! Die Calanque de Figuerolles ist im hintersten Teil nicht viel breiter als unsere ASANA lang ist; durch Erosion steile Felswände ragen links und rechts auf! Sagenhaft! Vorbei an La Ciotat, geprägt durch riesige Schiffswerften, kommt irgendwann ein bisschen Wind auf. Was gibt es für mich Schöneres als lautloses Segeln, ohne Stress, ohne Reffs usw.! Unterdessen haben wir die ersten 100 Seemeilen auf dem Meer „geknackt“. Der Spass dauert nicht lange, der Wind schläft ein. Und nun das für mich schon fast obligate Herzklopfen! Das Steuer unserer ASANA zeigt plötzlich einen ungewohnten Linksdrall. Was ist da los? Toni vermutet einen Fremdkörper in der Schraube, schält sich mutig aus seinen Kleidern, schnappt sich die Taucherbrille und geniesst ungewollt sein erstes Bad im zum Glück wenigstens 20 Grad warmen Wasser. Nach dem ersten Tauchgang findet er die Überreste eines Fischernetzes, tip-top um den Propeller gewunden! Ein scharfzackiges Küchenmesser und Tonis mehrmaliges Abtauchen schaffen Abhilfe! Herzklopfen pur! Alles ist wieder in Ordnung, per Funk erhalten wir den Platz 926 im Hafen Sanary-sur-Mer zugeteilt. Das Meer und mein Herz beruhigen sich sehr schnell! Das römisch-katholische Anlegemanöver (Heck voraus!) mit Befestigung per Mooring-Leine am Bug gelingt sehr gut. Zum ersten Mal kommt unsere brandneue, 2 Meter lange Gangway für den Ausstieg auf die Hafenmauer zum Einsatz. Der Unterschied zwischen Port Miou in Cassis und dem Hafenplatz in Sanary-sur-Mer könnte kaum grösser sein: es ist so ruhig hier, befinden wir uns wirklich auf einem Schiff??? (Lina)

 

 

Do 05.05.2011: Port Corbière (Marseille) – Port Miou (Cassis)

 

4. Segeltag (22,6 sm): Um 06:00 Uhr schreckt uns der Wecker aus dem Schlaf! Wir beabsichtigen frühzeitig aufzubrechen, weil auf den Nachmittag Starkwind aus Osten angekündigt ist, d.h. genau aus der Himmelsrichtung, wo wir hinsegeln wollen! Bei Sonnenschein und absoluter Flaute legen wir ab und laufen aus. Der Motor mit der neuen Schraube zieht sehr gut. Bei nur 2000 U./Min. laufen wir mit 5.5 Knoten und bei guter Marschfahrt mit 3000 U./Min. 7,5 Knoten! Dies ist rund eine Knote schneller, als mit dem bisherigen Propeller. Ich lasse die Firmen Hanse und Yanmar grüssen, welche uns trotz meiner Einwendungen vor fünf Jahren unter Garantie einen Propeller mit zu wenig Steigung verkauft haben!!! Wir passieren die Durchfahrt zwischen dem Westquadranten Canoubier und dem Cap de Croix und geniessen die Aussicht auf die Stadt Marseille und die felsigen Inseln Frioul mit dem Château d’If, welches durch den Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas als Gefängnis Berühmtheit erlangt hat. Um 10:20 Uhr runden wir das Kap Croisette. Damit wechseln wir den Kurs von Süd auf Ost. Vorbei an den Inseln Jarron und Riou bietet sich uns nun auf der linken Seite eine prächtige Kulisse der Kalksteinfelsen. Hier in der Nähe ist im zweiten Weltkrieg Antoine de Saint-Exupéry mit seinem Bomber ins Meer abgestürzt! Wir fahren in die fjordartigen Calanquen von Sormiou und Morgiou ein und begegnen dort bereits einigen Touristen-Ausflugsbooten. Die hellen, steilen Felswände locken immer wieder viele Kletterer aus ganz Europa an. Um 12:00 Uhr macht sich eine unangenehme Dünung bemerkbar. Wir ziehen unsere Lifebelts an und schnallen uns an den Befestigungen an. Schneller als erwartet setzt der Starkwind mit 4 – 5 Bft. (Böen mit 6 Bft.) bereits um 12:15 Uhr ein. Der Seegang steigt auf über einen Meter (Wert 3). ASANA wird ein bisschen durchgeschüttelt und taucht mit dem Bug in die Wellentäler hinein. Unser Cockpit bleibt aber trocken. Weil der Weg bis nach Cassis nicht mehr weit ist, setzen wir nur die Fock (Vorsegel) und stellen den Motor ab. Mit dem Segeldruck zieht ASANA nun wesentlich ruhiger durch die Wellen und erreicht dabei eine Höhe von 55 ˚ am Wind (gegen den Wind), ein guter Wert nur mit Vorsegel und diesen Wellen! Nach der Pointe Cacau biegen wir in die Bucht von Cassis ein. Gemäss Hafenhandbuch nehme ich über Kanal 9 Funkkontakt mit der Capitainerie auf. Sie melden, dass sie wegen einer Regatta keinen Platz im Hafen haben und empfehlen mir, den Hafen Port Miou in der gleichnamigen Calanque anzulaufen. Wir bergen unsere Fock, starten die Maschine und ändern unseren Kurs. Lina meint, warum man denn überall Regatten durchführen müsse! Das Wasser bei der Einfahrt ist sehr kabbelig. Wir müssen uns gut festhalten, weil ASANA von einer Seite auf die andere geigt! Nach dem Funkaufruf erscheinen Hafenmeister und Gehilfe mit dem Motorboot und helfen uns beim Festmachen mit dem Bug an der Boje Nr. 4 und mit zwei 25 Meter langen Heckleinen gegen die Felswand. Dankbar zahlen wir gerne die 25 Euro für zwei Nächte und genehmigen uns als Einlaufdrink ein Glas feinen Rosé Côte de Provence aus dem Kühlschrank. Ein Schiff nach dem anderen läuft in die Calanque ein, jedes geniesst beim Festmachen die Hilfe des Hafenmeisters. Grosse Touristenboote kurven nach der Besichtigung wieder ins stürmische Meer hinaus. Wir geniessen das Hafenkino bei schönstem Sonnenschein! (Toni aus chemischer Reinigung mit Internet in Cassis)

 

 

Di 03.05.2011: Port Napoléon (Port-Saint-Louis-du-Rhône) - Port Corbière (Marseille)

 

3. Segeltag (27,3 sm): Die Wolkendecke lichtet sich und bald wärmt die Sonne wieder die südlichen Gefilde. Um 09:45 Uhr starten wir ASANAs Motor, um 10:00 Uhr legen wir im Port Napoléon ab und kurven in den Canal St. Antoine. Während wir alle Festmacher und Fender reinigen und verstauen, verschwindet das Mastenmeer des Hafens bald achterlich. Der Wind bläst mit angenehmen 2 Bft. (Beaufort). Also nichts wie los, am Ende des Kanals Segel setzen und Motor abstellen. ASANA nimmt die leichte Brise auf und wandelt sie in Vorwärtsfahrt von rund 5 Kn. (Knoten) um. Den gelb-schwarzen Nordquadranten, welcher vor den Untiefen des Strandes warnt, runden wir nördlich, fallen auf einen Vorwindkurs Richtung Pointe de Bonnieu ab. Ein uralter nordvietnamesischer Frachter überholt uns langsam. Der Steuermann winkt von der Brücke und zeigt an, dass er den Kurs Richtung steuerbord ändert. Wir winken dankend zurück. Vor dem Kap Pointe de Bonnieu fahren wir ein Halsemanöver. Lina steuert präzis. So kann ich problemlos das Grosssegel auf die andere Seite schiften. Vor Carro passieren wir die gelb-schwarzen Westquadranten und verlassen damit den Golf de Fos. So, nun sind wir erstmals richtig im Mittelmeer unterwegs. Der Wind frischt auf 3 – 4 Bft. auf. Um den neuen Kurs Richtung Osten zu erreichen, fahren wir um 12:10 Uhr aus Sicherheitsgründen eine Kuh-Wende (für Nichtsegler schnell zu verstehen: eine Kuh dreht sich immer mit dem Maul gegen den Wind – nicht mit dem Hinterteil!). Der Mistral bläst nun mit 4 – 5 Bft. ASANA nimmt tüchtig Fahrt auf. Der Speedometer klettert zuerst in den Bereich von 7 – 8 Knoten, dann auf 9 und schliesslich mehrmals über 10 Kn. Die Rekordmarke lautet schliesslich 10,4 Kn! Ein fantastisches Erlebnis, wie ASANA minutenlang über die Wellen surft, welche unterdessen etwa 50 cm hoch sind! Natürlich haben wir uns unterdessen mit den Lifebelts angegurtet. Wir fühlen uns absolut sicher. Unser Schiff segelt schnell, trocken und ist wirklich hochseetauglich! Um ASANA auf Kurs zu halten, wird das Steuern zur Konzentrationssache. Auf der Höhe von Carry-le-Rouet fallen Böen in der Stärke 6 ein. Wir entscheiden uns zur Verkleinerung der Segelfläche, 2 Reffs einzulegen. Lina steuert dabei zuverlässig, während dem ich an den Winschen herum kurble!. Es zeigt sich jetzt, wie wichtig es für uns ist, dass wir dieses Manöver aus dem geschützten Cockpit heraus fahren können. Kurz vor Marseille nähert sich uns von hinten ein riesiges Roll-on-Roll-off-Schiff. Eine eindrucksvolle Situation, als es, nachdem der Lotse an Bord gestiegen ist, langsam an uns vorbei zieht. Wer hätte dies gedacht: bereits um 14:00 Uhr bergen wir die Segel vor dem Hafen Corbière in Marseille. Nach einer kleinen Irrfahrt zwischen den verschiedenen Hafenmolen erreichen wir den Sporthafen. Wir erkundigen uns bei der Crew einer Segelyacht nach den Gästeplätzen. Sie überlassen uns spontan ihren eigenen Platz bis maximal am Freitag. Nach der Anmeldung auf der Capitainerie kaufe ich im Bootsshop ein Übergangsstück zu unserem Elektrischkabel und bald darauf brutzelt Linas Reis-Eintopf in der Pfanne. Bis jetzt haben wir dank Elektroboiler, Elektropatten und Wasserkocher noch kein Gas verbraucht! Linas Griff nach den Wassergläsern endet mit Scherben! Ein SCOZ-Glas wollte nicht weiter leben, es wird uns Glück bringen! Heute ist der Einlaufdrink wohl verdient! (Toni)

 

Ja, wir sind „mit Anlauf angelaufen“! So viele Bft. und so viele Böen hätten es für mich eigentlich nicht sein müssen! Viele Gedanken ziehen durch meinen Kopf! Und eigenartig: vor dem Start in Port Napoléon fühlte ich mich recht mulmig, unruhig und nervös, dann in der stärksten Krängung bleibt mein Herz ruhig! Vor allem dann, wenn Toni am Steuer ist und die Böen gekonnt abfängt. Gelernt ist gelernt! Nun aber geniesse ich wieder unser „Hüsli“ mit Namen ASANA im sicheren Hafen und freue mich auf eine weitere ruhige Nacht! (Lina)

 

 

Do 28.04.2011: Segelrunde im Golf de Fos

 

2. Segeltag (17,8 sm): Heute herrschen bei sonnigem Wetter ausgezeichnete Segelbedingungen. Um 13:30 Uhr laufen wir aus, durchfahren den „Canal St. Antoine“ und setzen im Golf de Fos Segel. Bei angenehmen 2 Windstärken legt sich ASANA leicht zur Seite und zieht lautlos über das Wasser. Wir passieren einige Seezeichen, welche Lina nach und nach kennenlernt, lassen die Hafeneinfahrt von Port de Bouc links liegen, passieren die thermischen Kraftwerke mit den vier hohen Kaminen und erreichen das Kap „Pointe de Bonnieu“. Dort wenden wir und segeln am Wind zurück. Kurz darauf frischt der Wind auf 4 bis 5 Windstärken auf. ASANA krängt nun doch ein bisschen zu viel. Also setzen wir das 1. von 3 Reffs zur Verkleinerung der Segelfläche. Nun gefällt es ASANA viel besser. Sie zieht mit rund 7 Knoten unbeeindruckt durch die kleinen Wellen! Welche eine Freude, welch ein Segelspass! Auch Lina steuert ASANA problemlos bei diesen Verhältnissen! Später stellen wir beim GPS fest, dass die maximale Geschwindigkeit bei 8,2 Knoten lag (x 1,853 = km/h)! Vier Stunden nach dem Start gelingt uns das Anlegemanöver bei 3-4 Windstärken im mittlerweile heimatlichen Hafen sehr gut. Zufrieden und auch ein bisschen stolz genehmigen wir uns den obligaten Einlaufdrink. (Toni)

 

 

So 24.04.2011: Segelrunde bis zum Rhônedelta

 

1. Segeltag (20,8 sm): Heute Ostersonntag erfüllt sich mein langjähriger Traum: mit der eigenen Segelyacht auf dem Meer unterwegs zu sein! Um 12:50 Uhr legen wir ab, fahren durch den Kanal in den Golf de Fos und drehen nach Süden bei herrlichem Sonnenschein und einem leichten thermischen Wind ins offene Meer hinaus. Wir setzen Segel, ich stelle den Motor ab und schon gleitet ASANA lautlos über die kleinen Wellen und freut sich offensichtlich ob der idealen Segelbedingungen. Ein Lob an die Segelklinik von Ruth Walser: das geänderte Vorsegel steht optimal! Hoch am Wind segeln wir bis zur Rhonemündung, wo gefährliche Untiefen uns zur Umkehr animieren. Auf der Rückfahrt frischt der Wind auf 3 – 4 Windstärken auf. ASANA erreicht dabei bis zu 6,2 Knoten Fahrt. Ein toller Einstieg ins Hochseesegeln! Zurück im Hafen gelingt das Anlegemanöver optimal und ich kann die ersten 20,8 Seemeilen Navigation auf See unter eigenem Kiel ins Logbuch eintragen!  Was für ein Tag! (Toni)

 

Was für ein Tag! Meine immer wieder vorhandenen „Ängschtli“ lösen sich schon vor dem Ablegemanöver in Luft auf! Welch gutem Geist habe ich dies wohl zu verdanken??? Sonne, Wolken und die sich nur langsam steigernden Winde sind ganz nach meinem Gusto, und ich fühle mich frei und froh! Nicht mal das wirklich nicht zu umgehende Anlegemanöver danach im “Heimathafen“ Port-Napoléon kann mich stressen! Toni instruiert mich genau über die auszuübenden Handgriffe, und es klappt! Ein wahrer Ostertag! (Lina)

 

 

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