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Unsere Route mit ASANA im September 2013

Fr 27.09.2013: Bucht- und Hafentag in Veruda bei Pula

 

Wechsel von der Ankerbucht Soline nach der Marina Veruda (1 sm mit Motor)

 

Der Morgen zeigt sich freundlich. Toni und ich schwimmen im 24-grädigen, klaren Wasser mit den Fischen um die Wette!

 

Nach dem Brunch rauschen Schauer nieder. Weil eine Schlechtwetterfront angesagt ist, haben wir uns für drei Tage in der Marina Veruda angemeldet. Um 15 Uhr scheint wieder die Sonne, und wir motoren die eine Seemeile aus der grossen, mit üppigem Grün umgebenen Bucht Soline in die riesige Marina von Veruda. 20 Minuten später liegen wir festgemacht im Platz 28 am ersten Steg und freuen uns über einen kühlen Einlaufdrink!

 

Beim Spaziergang durch den Hafen treffen wir Bekannte aus Jona. Sie haben ihre Charter-Yacht bereits abgegeben und fahren morgen nach Hause. An der Promenade finden wir einen klitzekleinen Market, der aber alles Notwendige anbietet, sogar Gemüse, Obst und Brot. Also haben wir auch heute wieder alles, was wir brauchen! (Lina)

 

Do 26.09.2013: Ruppiges Wellenreiten durch den Kvarner

 

28. Fahrttag (32 sm, 17 sm davon gesegelt)

 

15:40 Uhr: ASANA ist festgemacht an einer Boje in der Ankerbucht Soline bei Veruda in der Nähe von Pula.

 

Detaillierter Bericht folgt! Bilder sind hochgeladen!

 

Mi 25.09.2013: Gemütliches Segeln von der Insel Ilovik zur Insel Susak

 

27. Fahrttag (12 sm, 10 sm davon gesegelt)

 

12:00 Uhr: Wie geplant erreichen wir gegen Mittag den Hafen von Susak.

 

Detaillierter Bericht folgt! Videos und Bilder sind hochgeladen!

 

 

Mo 23.09.2013: Schwachwind – Flaute – Starkwind von Rab bis Ilovik

 

26. Fahrttag (22 sm, 14 sm davon gesegelt): Auszug aus dem Logbuch:

 

07:00 h: Wecker geht ab. Ich höre keine Windgeräusche und drehe mich wieder zur Seite. Weiter schlafen! Der WNW-Wind ist erst auf etwa auf 14 Uhr angekündigt!

08:00 h: Morgenessen in der Vorschiffskoje, aufstehen, Toilette erledigen.

09:00 h: Brot und Süssgebäck einkaufen sowie Cappuccino in der Capitainerie trinken.

11:15 h: ASANA und wir sind gerüstet. Wir laufen aus der Marina aus und lassen das schöne Städtchen Rab hinter uns.

11:40 h: Der leichte NW-Wind erlaubt, Segel zu setzen. Langsam bewegt sich ASANA durch das flache Wasser. Segeln wie am Zürichsee!

12:45 h: Das Navigieren zwischen den zwei Eilanden Dolphin und Laganj erfordert Aufmerksamkeit, damit wir nicht auf ein Riff auflaufen!

13:30 h: Der Wind stellt ab. Fock einrollen. Motor starten. 6 sm auf Kurs 205. Fünf 30 bis 40 cm grosse Quallen treiben an uns vorbei

15:00 h: Wir runden das Leuchtfeuer Hr. Bik. Mit einer Stunde Verspätung setzt der angesagte WNW-Wind in Stärke 3 – 4 ein, eine Viertelstunde nachdem das Meer noch vollkommen flach war! Nun rauscht ASANA beim Wind (für Nichtsegler: nicht ganz hoch am Wind) mit über sieben Knoten Fahrt. Die Bugwelle schäumt. Die Heckwelle steigt. ASANA krängt nur wenig.

15:50 h: Vor der Einfahrt in den Kanal zwischen den Inseln Ilovik und Sveti Petar (heiliger Petrus) bergen wir die Segel und steuern eine der 150 ausgelegten Bojen im Kanal an. Dieser ist an der breitesten Stelle 300 m breit.

16:10 h: ASANA ist festgemacht an einer Boje nahe dem Ufer der Insel Sveti Petar, unserer 20. Insel in Kroatien! Genau vor drei Monaten, am 23. Juni, sind wir hier vorbei Richtung Mali Lošinj gefahren! Nun hat sich der Kvarner-Kreis geschlossen! Bis am Abend sind nur 15 Bojen belegt. Der Hafenmeister kommt vorbei, kassiert die Gebühr und nimmt den Abfall mit.

21:00 h:Nach dem feinen Nachessen aus Lina’s Kombüse spielen wir einen Jass und geniessen den klaren, nächtlichen Sternenhimmel, wie man ihn zu Hause nie sieht! Sterne bis zum Horizont, der grosse Wagen, der kleine Wagen, Kassiopeia, die Milchstrasse und unzählige uns nicht bekannte Sternbilder.

23:00 h: Der Wind hat sich gelegt. ASANA’s Ankerlicht leuchtet. Nachtruhe kehrt ein. (Toni)

 

Sa 21.09.2013: Von Bora-Sturmböen in Baška bis Maestral-Leichtwind in Rab

 

25. Fahrttag (21 sm, 18 sm davon gesegelt): Auszug aus dem Logbuch

 

07:00 h: Wecker geht ab und zur gleichen Zeit beginnen Bora-Böen und Schwell vom Festland her in den Hafen einzufallen.

07:30 h: Ich montiere eine Spring von der Hafenmauer auf die Mittelklampe.

08:00 h: Die Böen werden immer stärker. Sie drücken den Fender am Heck gegen die Mauer. Würde der Anker ausbrechen, wäre ein Schaden nur schwer zu vermeiden. Ich wecke Lina, weil ich der Sache nicht mehr traue und starte den Motor. Im Vorwärtsgang halte ich ASANA von der Mauer fern.

08:30 h: Weil der SMS-Wetterbericht von Windfinder auf die nächste Nacht noch stärkere Bora ansagt, entscheide ich spontan, obwohl wir eigentlich noch einen Tag länger hier bleiben wollten, den Hafen zu verlassen. Dies ist das erste Mal in diesen drei Jahren, dass wir einen Hafen aus Sicherheitsgründen verlassen. „Im Meer draussen sind wir mit ASANA sicherer als an dieser Hafenmauer“, sage ich zu Lina.

09:00 h: Während dem der Motor ASANA stabilisiert, bereiten wir uns für das Auslaufen vor. Lina macht Picknick, ich spanne die Sicherheitsgurten an Deck. Statt dass wir in der Bäckerei frisches Brot kaufen, öffnen wir die Konservendose von Rolf mit dem Vollkorn-Notbrot.

09.45 h: Wir legen ab und bergen den Anker. Dies in aller Ruhe und ohne Probleme. Noch im Hafenbecken setzen wir das Gross-Segel mit zwei eingebunden Reffs.

10:10 h: Fock ausrollen und auslaufen aus dem Hafen. ASANA beschleunigt bei halbem Wind (für Nichtsegler: Wind von der Seite) sofort auf sieben Knoten und pflügt mit Krängung sicher durch die Wellen.

10:35 h: Wir durchsegeln die schmale Passage zwischen den Inseln Krk und Prvić. Weil der Wind jetzt räumlich weht (für Nichtsegler: seitlich von hinten), löse ich das zweite Reff auf und lasse nur noch das erste eingebunden. ASANA segelt jetzt aufrecht.

11:10 h: Wir passieren die heute unbewohnte, ehemalige Gefängnisinsel Grgur. Noch sind die Ruinen der bis 1988 benutzten Gefängnisse zu sehen. Die Schaumkronen auf dem Wasser glätten sich. Nun kann ich auch das erste Reff aufheben.

11:45 h: Rijeka-Radio meldet über den Notrufkanal 16 Bora-Sturmböen für die nächste Nacht in Stärke 30 – 40 Knoten! Gut, haben wir Baška verlassen und steuern den sturmsicheren Hafen von Rab an!

12:00 h: Wir runden das nördlichste Kap der Insel Rab. Kaum zu glauben: der Wind hat abgestellt! Also Motor an, Fock einrollen und picknicken im Cockpit.

12:40 h: Picknick fertig. Ein leichter Maestral aus NW lässt uns die Fock wieder ausrollen und den Motor abstellen. Gemütlich segeln wir nun der Südwestküste von Rab mit den vielen Buchten entlang. Erstmals zünde ich mir während des Segelns eine Pfeife an!

14:30 h: Weil der Wind seit ¾ Stunden achterlich einfällt (für Nichtsegler: von hinten), kreuzen wir mit Halsemanövern etwa 30 Grad vor dem Wind. In der Bucht vor der Hafeneinfahrt zu Rab bergen wir die Segel und bereiten ASANA für das Anlegemanöver an der Tankstelle vor.

15:00 h: 20 Liter Diesel in einer Woche verbraucht – nicht schlecht!

15:30 h: ASANA ist festgebunden am Schwimmsteg der ACI-Marina von Rab, unserer 19. kroatischen Insel.

17:00 h: Sonnenbad und Yogaübungen auf dem Vorschiff bei sommerlichen 28 Grad!

20:00 h: Nachtessen aus Lina’s Kombüse: Tomaten-/Aubergine-Salat, dann Čevapčići mit Ajvar/Zwiebeln und Pasta, dazu ein roter Vranac und Schokolade als Dessert. Ein albanischer Grappa rundet den heutigen Tag ab! (Toni)

   

Fr 20.09.2013: Faszinierende Fahrt längs der Karstküste von Krk nach Baška 

 

24. Fahrttag (14 sm, 2 sm davon gesegelt)

 

Beim Start um 9:35 Uhr erleben wir einen Wundermorgen! Stahlblauer Himmel, tintenblaues Meer, beige-braun-graue, kahle Karstberge längs der Küste und nur wenige Grünpflanzen. Es hat nur einige Häuser, einen Campingplatz und ein paar kleine, romantische Badebuchten, welche nur mit dem Schiff zu erreichen sind. Die Hänge sind durch früheren Raubbau und durch die starke Bora im Winterhalbjahr kahlgefegt. Leider weht der schwache Nordost-Wind nur knapp eine Stunde; so müssen wir die Hauptstrecke mit Hilfe des Motors zurücklegen. Um 11:20 Uhr kreuzen wir vor Stara Baška vorbei.

 

ASANA liegt jetzt im Hafen vom hübschen Baška, des südlichsten Städtchens von Krk, eingebettet in eine geschützte Bucht. In diesem Hafen hat es nur Platz für drei bis vier Gastboote. Auch stehen hier weder Elektrisch noch Wasser am Steg zur Verfügung, und es liegen keine Mooringleinen aus. So müssen wir erstmals seit drei Jahren rückwärts an die Hafenmauer auf sieben Meter Wassertiefe mit 30 Meter Kette am Buganker anlegen. Wir sind dankbar, dass ein junges, deutsches Paar hilft, die Leinen um die Ringe an der Mauer zu legen und prüfen den Sitz des Ankers in Retourfahrt.

 

Es folgen Picknick an Bord, Sonnenbad von Lina auf dem Bug, Haarwäsche mit der Heck-Dusche, Homepage aktualisieren und Montage der Gangway für den Erkundungs-Spaziergang ins Städtchen. Bei einer grossen, feinen Fischplatte in der Hafen-Konoba stossen wir auf den Geburtstag von Irène an. (Toni)

 

Mi 18.09.2013: Begleitung von Delphinen zwischen Malinska und Krk

 

23. Fahrttag (16 sm, alles unter Motor)

 

7 Uhr: Tagwache für mich! Ein paar Rückenübungen und dann auf! Scheusslich, diese Bora-Kälte, aussen 9, innen 13 Grad! Zum Glück springt die Heizung an! Doch nach etwa 10 Minuten stellt sie, weiss qualmend, wieder ab! Vermutlich saugt sie Kondenswasser aus dem Dieseltank an! Aus diesem Grund kontrolliere ich, nachdem wir den vorderen Teil der Backskiste und den Stauraum darunter ausgeräumt haben, den Wasserabscheider der zweiten Dieselleitung zum Motor. Hier kommt zum Glück nur Diesel. Vielleicht ist die Ansaugleitung der Dieselheizung tiefer angebracht!?

 

Um 8 Uhr halte ich Lina die Tasse mit heissem Kaffee unter die Nase. Sofort ist sie wach! Dann folgt: Morgenessen in der Vorschiffkabine, Brot in der nahen Pekara kaufen, Picknick bereitstellen und alle Checks auf ASANA erledigen. So verlassen wir den Hafen von Malinska wieder um 10 Uhr. An Segeln ist heute nicht zu denken! Der Himmel stark bewölkt, kein Wind, das Meer grau und flach, wie ölig anzuschauen. So fahren wir die ganze Strecke von Malinska im Norden der Insel Krk nach der im Süden liegenden Hauptstadt gemütlich mit dem Motor. ASANA hinterlässt einen feinen Schaumstreifen im Kielwasser. Nach einer halben Stunde bringen 5 Delphine, welche die Bucht von Malinska ansteuern, Abwechslung! Kurze Zeit später können wir sogar eine ganze Delphinschule beobachten, welche zwischen den Inseln Cres und Krk südwärts zieht!

 

Um 11:30 Uhr meldet Rijeka-Radio eine Gewittersturm-Warnung für die kommende Nacht über den Notruf-Funkkanal 16! Wir passieren die Fährstation Valbiska, über welche wir mit dem Bus am 12. September angereist sind. In unserer Nähe kontrolliert die Küstenwache eine andere Segelyacht. ASANA lässt sie aber unbehelligt! Bereits um 12:45 Uhr erreichen wir den Hafen von Krk. Die Hafenmole für Gästeboote ist leer. Das heikle Anlegemanöver rückwärts an die Quaimauer gelingt uns, ohne fremde Hilfe, nach einer kleinen Korrektur, bestens. Wieder einmal sind wir froh um die Gangway, damit wir ASANA genügend weit entfernt von der Mauer festbinden können. Weil ein Gewittersturm angesagt ist, montiere ich wieder Federn bei den Tauen und eine Springleine auf die Mittelklampe. Beim heutigen Abschliessen des Logbuchs stelle ich fest, dass wir in diesem Jahr bereits über 500 sm mit ASANA zurückgelegt haben! Schwell dringt auch hier ins Hafenbecken ein. Für die Nacht binden wir ASANA weit weg von der Mauer und schlafen so göttlich im Geschaukel! (Toni)

  

Mo 16.09.2013: Traumstart von Cres nach Malinska auf der Insel Krk

 

22. Fahrttag (27 sm, davon 10 sm gesegelt)

 

ASANA und wir sind für die erste Ausfahrt nach den Sommerferien bereit. Um 10 Uhr verabschieden wir uns vom Hafen und von der Ortschaft Cres und nehmen Kurs Richtung Nord auf. Die leichte Morgenbrise streichelt über das Meer und lässt die kleinen Wellenkämme glitzern. Sofort setzen wir Segel und geniessen das lautlose Gleiten durch das Wasser. Die Freude herrscht aber nicht lange. Bereits nach 20 Minuten stellt der Wind fast ab und wir starten den Motor. Mit frisch gereinigtem Unterwasser und Propeller läuft ASANA mit 2‘200 U/Min. 6 Knoten. Langsam zieht die steile, unbewohnte Küste der Insel Cres an uns vorbei. Kurz nach dem Leuchtfeuer Prestenice kreuzen wir die Fährlinie, über welche wir am 2. Juli Cres verlassen haben. Genau hier erreicht ASANA ihre 2‘300. Seemeile auf dem Meer. Kurz darauf runden wir mit dem Kap Jablanac den nördlichsten Punkt unserer Reise im Kvarner. Dank einem schönen Südwind können wir anschliessend bis vor die Hafeneinfahrt von Malinska auf der Insel Krk segeln. Unsere 18. kroatische Insel ist damit erreicht!

 

Der kleine, hübsche Hafen von Malinska hat nur einen Gästesteg. Das Anlegemanöver um 14.30 Uhr neben einer Charteryacht gelingt uns ohne fremde Hilfe bestens. Wir sind also noch nicht ganz aus der Übung! Das Nachbarboot mit dem Namen „SUMMERDAY“ war bereits in Cres am gleichen Steg! Gegen Abend verstärkt sich der Schwell, welcher von Süden in den Hafen dringt. So montiere ich Stahlfedern an den Tauen und eine Springleine auf der Windseite, damit wir ruhig schlafen können. Beim Hafenmeister bezahle ich die Gebühr gleich für zwei Tage. Am späten Nachmittag drehen wir eine Runde durch das quirlige Städtchen Malinska.

 

Um 2 Uhr in der Nacht zieht eine Gewitterfront durch. Böen fallen über den Hafen her! Blitze schlagen in der Nähe ein! Lina merkt von allem nichts! Ich mache einen Kontrollgang an Deck und montiere zum Schutz der Bordwand einen zusätzlichen Fender gegenüber unseren Nachbarn. Dann schlafe ich bis am Morgen durch (Toni)